Der f-Preis eines Produkts ist ...
der Betrag, den wir zusätzlich zum €-Preis zahlen müssten, wenn alles auf der Welt mit (ge)rechten Dingen zuginge...

Ziel des futuro-Algorithmus ist es, auf der Produktebene Waren und Produkte mit ihren nachhaltigen, "wahren" Preisen zu kennzeichnen, die die externen Kosten enthalten, die im Marktpreis üblicherweise nicht abgebildet sind.
(In der Regel besteht real wenig Zusammenhang zwischen Marktpreis und externen Kosten, eher im Gegenteil, da langlebigere Produkte z.B. teurer sind als Wegwerfprodukte.)
Auf Länderebene soll aufgezeigt werden, wie viel sich Konsumenten und Konsumentinnen eines bestimmten Landes "sparen", aufgrund der unbezahlten/unkompensierten Externalitäten der Importe, die in den produzierenden Ländern (insbesondere in Länder des Südens) verursacht werden.

Aktuell fokussiert die futuro-Methodik auf den Kriterien Entlohnung/Verteilungsungerechtigkeit, Klima/Treibhausgasemissionen, Wasser-Ressourcen.

Beispiel Entlohnung:
Bei Kauf von Produkten aus armen Ländern ersparen wir uns in Mitteleuropa in der Regel bis zu 3 Mal den Kaufpreis dadurch dass im Rahmen der Produktionskette ungerecht entlohnt wird!
Insgesamt haben wir errechnet, spart sich jedeR KonsumentIn in Österreich jährlich über 5.000€ durch Auslagerung der Produktion in Billiglohnländer!
Hinweis: diese Werte ergeben sich TROTZ Kaufkraftgewichteter Berechnung!

Neueste Publikation dazu: Karner, K.; Jakubowicz, D. & Busswald, P. (2013): Futuro as a monetary methodology for sustainability assessment based on the origin of components. In CRRR Graz, Sept. 2013.

Frühere Publikationen

In Kürze erscheint auch das futuro-Pixi-Heft, das die Zusammenhänge spannend und bildlich illustrieren wird .
Vorbestellung per Email an fg-sol@nachhaltig.at

Mehr Hintergrundinformation zur Entwicklung der futuro-Methodik